Die MPU

 

MPU ist die Kurzform für die "Medizinisch Psychologische Untersuchung". Sie wird im Volksmund auch Idiotentest genannt.

 

Hier wird Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr überprüft. Nur akkreditierte Begutachtungsstellen für Kraftfahreignung dürfen diese Untersuchungen durchführen.

 

Die MPU besteht aus 3 Teilen

 

1. Psychologischer Teil:

 

Der psychologische Gutachter = ("Er")

 

"Er" fragt nachIhrem Beruf, Familienstand und Hobbys.

 

"Er" fragt nach Ihrer Inanspruchnahme fachlicher Hilfestellung (MPU-Vorbereitung).

 

"Er" bittet Sie um eine Schilderung der näheren Umstände des Deliktes/der Delikte aufgrund die Untersuchung veranlasst wurde.

 

"Er" klärt mit Ihnen die eventuellen Zusammenhänge dieser Auffälligkeit/Auffälligkeiten Ihrer damaligen Lebenssituation ab.

 

"Er" möchte bei der Alkohol- und Drogenfragestellung von Ihnen eine Darstellung Ihres  damaligen Umganges mit Alkohol /Drogen in Bezug auf den Vorfall, aber auch im Allgemeinen.

 

"Er" möchte von Ihnen Ihre eigene Bewertung des früheren Verhaltens aus damaliger und heutiger Sicht. hören.

 

"Er" bittet sie um Erklärung der Ursachen und Hintergründe des damaligen Alkoholkonsums /Drogenkonsums.

 

"Er" erwartet von Ihnen eine Darstellung von zwischenzeitlichen Änderungen zur Vermeidung von Wiederholungen und dem heutigen Umgang mit Alkohol/Drogen. 

 

"Er" möchte von Ihnen wissen, welcher Anlass bei Ihnen Veränderungen ausgelöst hat und wie die Entwicklung dieser Veränderungen waren.

 

"Er" möchte von Ihnen weitere Veränderungen aufgezeigt bekommen. Hier müssen Sie Beispiele nennen z.B. berufliche, familiäre, Hobbys und ein geändertes soziales Umfeld benennen können.

 

"Er" fragt nach Vorsätzen und Strategienzur Umsetzung und Beibehaltung Ihrer jetzigen Zielsetzungen.

 

Bei verkehrsrechtlichen Verstößen (Punkte) wird "Er" eine Beschreibung Ihres damaligen Fahrstils und des nicht angepassten Fahrverhaltens erfragen. Auch wird er Sie zu Verhaltens- bzw. Einstellungsänderungen befragen.

 

2. Medizinischer Teil:

Im medizinischen Teil Ihres Gutachtens erfragt der ärztliche Gutachter Ihre Gesundheitsgeschichte und alle Krankheiten, die für sichere Teilnahme am Straßenverkehr relevant sind. Auch wird vom diesem Arzt überprüft, ob bei Ihnen Auswirkungen durch Ihren Alkohol- oder Drogenkonsum entstanden sind. Bei der Alkoholfragestellung werden Ihre Leberwerte überprüpft. Bei der Drogenfragestellung wird ein Urinscreening durchgeführt.

 

3. Leitungstests:

Die Leistungstests werden am Computer durchgeführt. Hier wird Ihre  Reaktionsfähigkeit, Konzentration, Belastbarkeit und Aufmerksamkeit getestet. Bestehen Sie diesen Test nicht, können Sie Ihre Mängel durch eine Fahrverhaltensbeobachtung in einer Fahrprobe auszugleichen.